Die Kraftstoffpreise in Brandenburg erreichen aufgrund des anhaltenden Nahostkonflikts neue Rekordwerte. Wie aktuelle Daten zeigen, müssen Autofahrerinnen und Autofahrer im Bundesland derzeit im Schnitt über 2,20 Euro pro Liter Benzin zahlen, während der Preis für Diesel erstmals durchgehend über der Marke von 2,30 Euro liegt. Experten schließen mittlerweile sogar Preise von drei Euro je Liter Diesel nicht mehr aus.
Angesichts der Entwicklung hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) eine bundesweite Preisdeckelung für Kraftstoffe gefordert. „Die Belastung für Pendler, Handwerk und Logistik wird zunehmend unerträglich“, warnte Woidke am Sonntag. Er appellierte an die Bundesregierung, kurzfristig gegenzusteuern, etwa durch eine temporäre Senkung der Energiesteuer oder direkte Zuschüsse für betroffene Berufsgruppen.
Ökonomen warnen indes vor ungewollten Marktverzerrungen durch staatliche Eingriffe. Ein Experte bezeichnete die Preisentwicklung als „besorgniserregend“ und betonte, dass die Abhängigkeit von globalen Ölströmen auch in Brandenburg die Verbraucherinnen und Verbraucher hart treffe. Besonders ländliche Regionen, in denen der Individualverkehr unverzichtbar ist, seien von den steigenden Kosten besonders betroffen.
Quellen: Welt Online