Wolfsangriffe belasten sächsische Schafhalter – Über 190 Schafe getötet

Die Rückkehr des Wolfs in den sächsischen Raum stellt Landwirte weiter vor große Herausforderungen. Nach aktuellen Angaben wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 fast 200 Schafe durch Wolfsrisse getötet. Die Zahl zeigt, dass der Konflikt zwischen Naturschutz und Tierhaltung weiter andauert.

Vor allem in der Oberlausitz und im Erzgebirge sind Schafhalter von den Angriffen betroffen. Viele von ihnen investieren in Schutzzäune und Herdenschutzhunde, doch nicht immer reichen diese Maßnahmen aus. Die wirtschaftlichen Verluste und die emotionale Belastung führen bei vielen zu Frustration.

Der Freistaat Sachsen erwägt daher, verstärkt auf gezielte Abschussmaßnahmen gegen sogenannte Problemwölfe zu setzen. Nach Bundesrecht ist dies möglich, wenn ein Wolf wiederholt Nutztiere reißt und sich nicht abschrecken lässt. Die Entscheidung liegt beim Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Gleichzeitig wird weiter an Präventionsstrategien gearbeitet, um Mensch und Wolf langfristig nebeneinander existieren zu lassen.

Quellen: MDR – Nachrichten