Wolfsrudel aus Rheinland-Pfalz siedeln sich auch in Hessen an

Die Rückkehr der Wölfe in die hessische Landschaft setzt sich fort: Nach neuen Beobachtungen tauchen zwei Wolfsrudel, die ursprünglich in Rheinland-Pfalz registriert wurden, nun auch in offiziellen Aufzeichnungen aus Hessen auf. Die Tiere legen dabei weite Strecken zurück – eines der Rudel wurde beispielsweise in der Nähe von Rüdesheim gesichtet, direkt am hessischen Rheinufer. Experten sprechen von einer natürlichen Wanderbewegung, die auf eine stabile Entwicklung der Population hindeutet.

Die Wanderung der Wölfe zwischen den Bundesländern zeigt, wie wenig Grenzen für die Raubtiere gelten. In Rheinland-Pfalz sind mittlerweile sechs feste Rudel dokumentiert, darunter auch jene, die sich entlang des Rheins ausbreiten. In Hessen wird die Situation durch das Hessische Jagd- und Fischereiamt kontinuierlich überwacht. Bisher gibt es keine Hinweise auf Konflikte mit der Landwirtschaft, doch Schäfer werden aufgefordert, Herdenschutzhunde einzusetzen und Weiden besser zu sichern.

Die zunehmende Präsenz der Wölfe löst bei manchen Landwirten Sorge aus, während Naturschützer die Entwicklung als Erfolg für den Artenschutz feiern. Die Behörden betonen, dass die Tiere unter strengem Schutz stehen und nicht aktiv vertrieben werden dürfen. Stattdessen werde an Informationskampagnen gearbeitet, um den Umgang mit den Wölfen in der Bevölkerung zu verbessern. Die Kooperation zwischen Hessen und benachbarten Bundesländern soll weiter intensiviert werden, um ein gemeinsames Monitoring sicherzustellen.

Quellen: FAZ Online