ZDF-Team in Berlin von bewaffnetem Passanten bedroht – Polizei ermittelt

Ein unfassbarer Vorfall hat sich am Donnerstagmittag in Berlin ereignet: Ein ZDF-Team führte ein öffentliches Interview mit einer Sozialwissenschaftlerin über städtische Sicherheitspolitik, als ein unbeteiligter Passant plötzlich eine Schusswaffe zog und die Beteiligten bedrohte. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des Alexanderplatzes, einem der meistfrequentierten Plätze der Hauptstadt. Die Kamera nahm den gesamten Ablauf auf – Bilder, die mittlerweile bundesweit für Entsetzen sorgen.

Das Interview wurde abrupt abgebrochen, das Kamerateam und die Expertin flüchteten unter Polizeischutz. Zeugen alarmierten die Beamten, die den mutmaßlichen Täter nur wenige Minuten später in der Nähe des Roten Rathauses festnahmen. Bei der Durchsuchung stellten die Ermittler eine nicht zugelassene Schreckschusswaffe sicher. Der Mann, ein 42-jähriger Berliner, befindet sich in psychologischer Behandlung und wird nun wegen Bedrohung und Verstoß gegen das Waffengesetz angezeigt.

Das ZDF äußerte sich geschockt: „Solche Übergriffe auf journalistische Arbeit sind inakzeptabel. Wir setzen uns für den Schutz unserer Teams im öffentlichen Raum ein.“ Die Berliner Polizei kündigte an, in den kommenden Tagen verstärkt im Bereich des öffentlichen Fernsehens Präsenz zu zeigen. Die Innenverwaltung mahnte gleichzeitig zur Gelassenheit: „Ein Einzelfall darf nicht übergeneralisiert werden – aber jedes Sicherheitsrisiko wird ernst genommen.“

Quellen: Welt Online