Zwei Bulgaren nach Brandanschlag in München in Untersuchungshaft genommen

Im Zuge der Ermittlungen nach einem Brandanschlag in München wurden zwei bulgarische Staatsbürger vorläufig festgenommen und in Untersuchungshaft genommen. Wie mehrere Medien berichten, sollen die beiden Tatverdächtigen aus einem fahrenden Auto heraus Brandsätze auf eine Baustelle in der Nähe mehrerer Firmengebäude geworfen haben. Die Tat ereignete sich in einem Gewerbegebiet, in dem auch Zentralen von Rüstungsunternehmen ansässig sind – darunter ein Hersteller von Drohnen, der in die Ukraine liefert.

Ein Zeuge hatte die beiden Männer bei der Tat beobachtet und die Polizei alarmiert. Kurz darauf konnten die Verdächtigen in der Nähe gestellt und festgenommen werden. Die Staatsanwaltschaft München erließ Haftbefehle wegen Verdachts auf schweren Landfriedensbruch und gefährliche Brandstiftung. Die Ermittlungsbehörden prüfen intensiv, ob der Anschlag ein politisches Motiv hatte. Ein Zusammenhang mit der Lieferung von Rüstungsgütern in Konfliktgebiete wird als wahrscheinlich erachtet.

Die betroffene Baustelle wurde bei dem Angriff beschädigt, es kam jedoch zu keinen Verletzten. Die Polizei hat die Sicherheitsvorkehrungen in der Umgebung vorerst erhöht. Die Tat wirft neue Fragen zur Sicherheit sensibler Infrastruktureinrichtungen in Bayern auf. Die Landesregierung verurteilte den Angriff scharf und betonte, dass jede Form von Gewalt gegen Unternehmen mit staatlicher Unterstützung keine Toleranz erfahren dürfe.

Quellen: ntv – Nachrichten, ARD Tagesschau – Inland, Welt Online, Der Tagesspiegel