Zwei Todesfälle an der Uni Trier: Stadt und Universität in Schockstarre

In der Moselstadt Trier herrscht tiefe Betroffenheit nach zwei gewaltsamen Todesfällen an der Universität. Zuletzt wurde eine 29-jährige Studentin tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Polizei bestätigte, dass Hinweise auf ein Tötungsdelikt vorliegen, die Ermittlungen seien „sehr umfangreich“. Bereits wenige Tage zuvor war ein männlicher Studierender in der Nähe des Universitätsgeländes von einem 23-jährigen Afghanen mit einem Küchenmesser erstochen worden. Der mutmaßliche Täter, der laut Polizei psychisch auffällig war, wurde festgenommen.

Die Universität Trier reagierte mit Trauerbekundungen und kündigte psychologische Betreuungsangebote für Studierende an. „Wir trauern um zwei junge Menschen, deren Zukunft jetzt jäh beendet wurde“, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme. Die doppelte Gewalttat innerhalb kurzer Zeit hat nicht nur die Campusgemeinschaft, sondern die gesamte Stadt erschüttert. Zahlreiche Angehörige, Kommilitonen und Bürger haben an den beiden Tatorten Gedenkstätten errichtet.

Der jüngste Vorfall nährt die Debatte über Sicherheit in Universitätsstädten und die Herausforderungen im Umgang mit psychisch erkrankten Asylbewerbern. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) nutzte den Vorfall, um seinen Kurs für eine strengere Abschiebepolitik zu bekräftigen: „Wir können nicht alle psychisch Kranken auf Dauer hier behalten – auch Afghanistan bleibt ein Abschiebungsland.“

Quellen: ntv – Nachrichten, FAZ Online, Der Tagesspiegel