Burkina Fasos militärische Junta hat am Freitag die diplomatischen Beziehungen zu Frankreich, dem ehemaligen Kolonialherrn, abgebrochen. In einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung wurde Frankreich beschuldigt, einen „unablässigen Aktivismus“ gegen die Interessen Burkina Fasos zu zeigen und subversive Netzwerke im Sahel zu unterstützen.
Dieser Schritt markiert eine weitere Eskalation der Spannungen zwischen der Junta und ihrem ehemaligen Verbündeten, nachdem die militärische Führung unter Kapitän Ibrahim Traore im Jahr 2022 die Macht ergriffen hatte. Die Junta hat seither zunehmend den Kontakt zu westlichen Verbündeten abgebrochen und sich von der französischen Einflussnahme distanziert.
Frankreich reagierte umgehend und bezeichnete den Abbruch der Beziehungen als „feindseligen und unbegründeten“ Schritt. Das Außenministerium prüft nun mögliche Gegenmaßnahmen in Reaktion auf diese Entscheidung.
Die Entwicklungen in Burkina Faso könnten weitreichende Folgen für die geopolitische Lage in der Region haben, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheitslage und die Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus.
Quellen: Welt Online, France 24