Ehemaliger Verkehrsminister Kroatiens wegen Korruption verurteilt

Bozidar Kalmeta, der frühere Verkehrsminister Kroatiens, wurde in einem bedeutenden Korruptionsfall verurteilt. Der Fall zieht sich über ein Jahrzehnt und ist eng mit staatlichen Straßenbauunternehmen sowie dem mutmaßlichen Missbrauch öffentlicher Gelder verbunden. Die Verurteilung fand nach einem von der Obersten Gerichtshof Kroatiens angeordneten Wiederaufrollungsverfahren statt.

Die Korruptionsvorwürfe gegen Kalmeta betreffen unter anderem die Verwendung von Geldern, die für die Instandhaltung und den Bau von Straßen vorgesehen waren. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde ein Großteil dieser Mittel für persönliche Zwecke verwendet. Kalmeta, der in der Vergangenheit eine bedeutende politische Rolle in Kroatien spielte, hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen und angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen.

Die Verurteilung von Kalmeta hat in Kroatien für Aufsehen gesorgt und wirft erneut ein Schlaglicht auf die weit verbreitete Korruption im öffentlichen Sektor des Landes. Viele Bürger und Organisationen fordern nun umfassendere Reformen, um die Transparenz und Rechenschaftspflicht in der Politik zu verbessern.

Quellen: Balkan Insight (BIRN)