EU-Beitrittsverhandlungen mit Moldau stehen bevor

Die Europäische Union hat am Dienstag, den 4. Juni 2026, bekannt gegeben, dass die Beitrittsverhandlungen mit Moldau und der Ukraine in die nächste Phase eintreten können. Diese Entscheidung wurde möglich, nachdem Ungarns neuer Regierungschef Péter Magyar seine langjährige Blockade gegen die Gespräche mit Kiew beendet hat. Dies eröffnet nun auch Moldau, das als eines der Bewerberländer gilt, die Möglichkeit, die notwendigen Schritte für eine EU-Mitgliedschaft zu unternehmen.

Die EU hatte in den letzten Jahren einen verstärkten Fokus auf die Integration von Ländern in Osteuropa gelegt, insbesondere im Kontext der geopolitischen Spannungen mit Russland. Ungarn hatte zuvor unter der Regierung von Viktor Orbán gegen die Beitrittsgespräche mit der Ukraine und Moldau gestimmt, was den Prozess erheblich verzögert hatte. Mit der aktuellen Entscheidung signalisiert Ungarn jedoch eine Bereitschaft zur Zusammenarbeit und zur Unterstützung der EU-Erweiterung.

Die moldauische Regierung hat die Ankündigung mit Erleichterung aufgenommen und sieht darin eine Bestätigung ihrer Reformanstrengungen sowie ihres Engagements für europäische Werte und Standards. Experten betonen, dass Moldau nun wichtige Reformen in verschiedenen Bereichen umsetzen muss, um den Anforderungen der EU gerecht zu werden und eine erfolgreiche Mitgliedschaft zu sichern.

Quellen: ARD Tagesschau, ZEIT Online