Irisches Parlament hebt dreitägige Wartezeit für Abtreibungen auf

Das irische Parlament, auch bekannt als Dáil Éireann, hat am Mittwochabend ein Gesetz verabschiedet, das die obligatorische dreitägige Wartezeit für Abtreibungen während der frühen Schwangerschaft aufhebt. Diese Regelung war ursprünglich eingeführt worden, um Unterstützung für das Abtreibungsverbot bei dem Referendum von 2018 zu gewinnen, wurde jedoch von vielen als unnötige Einschränkung kritisiert.

Die Entscheidung des Parlaments wurde von verschiedenen Frauenrechtsgruppen begrüßt, die darauf hinwiesen, dass die Wartezeit nicht nur emotional belastend sei, sondern auch den Zugang zu medizinischer Versorgung erschwere. Die Abschaffung der Wartezeit ermöglicht es Frauen, schneller auf die benötigte medizinische Hilfe zuzugreifen und könnte somit die Zahl der sicheren Abtreibungen erhöhen.

Mit der Verabschiedung dieses Gesetzes setzt Irland ein weiteres Zeichen für seine sich verändernde Haltung gegenüber reproduktiven Rechten und dem Zugang zu Gesundheitsdiensten. Die Gesetzgebung wird nun in den Senat eingebracht, wo sie voraussichtlich ebenfalls Unterstützung finden wird.

Quellen: The Guardian, RTE News