Frankreich hat den als ‚Maskenmann‘ bekannten deutschen Serientäter Martin N. zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Mann wurde wegen des Mordes an einem zehn Jahre alten Jungen in der Bretagne schuldig gesprochen. Dies ist die jüngste Wendung in einem langen und tragischen Fall, der bereits in Deutschland für Entsetzen sorgte, wo er wegen dreifachen Mordes verurteilt wurde.
Die Urteilsverkündung fand am Montag statt, nach 22 Jahren, in denen die französischen Behörden nach Gerechtigkeit für das Mordopfer suchten. Die Staatsanwaltschaft hatte eine harte Bestrafung gefordert, um ein klares Zeichen gegen sexuelle Gewalt gegen Kinder zu setzen. Der Fall hat in der französischen Öffentlichkeit große Aufmerksamkeit auf die Probleme der Kindersicherheit und den Umgang mit Sexualstraftätern gelenkt.
Martin N., der entführte Kinder aus Schullandheimen und sie tötete, war bereits zuvor wegen seiner Verbrechen in Deutschland inhaftiert. Mit dem neuen Urteil in Frankreich wird seine Haftstrafe nun international anerkannt und unterstreicht die Zusammenarbeit zwischen den europäischen Ländern im Kampf gegen solche Verbrechen.
Quellen: ARD Tagesschau, FAZ Online, Welt Online