Péter Magyar, der designierte ungarische Ministerpräsident, hat angekündigt, den staatlichen Rundfunk des Landes vorübergehend einzustellen. Wie die Zeit Online und Euronews berichten, wirft Magyar dem Sender vor, während des Wahlkampfs „nordkoreanische Propaganda“ verbreitet und falsche Behauptungen über seine Familie aufgestellt zu haben.
Der Schritt folgte auf einen hitzigen Streit während einer Live-Sendung. Magyar kündigte an, die staatlichen Sendungen bis zur Verabschiedung eines neuen Mediengesetzes auszusetzen, das Pressefreiheit garantieren soll.
Bruch mit Orbáns Medienpolitik
Die Ankündigung markiert einen klaren Bruch mit der Medienpolitik von Viktor Orbán, der den staatlichen Rundfunk während seiner 16-jährigen Amtszeit systematisch als Propagandainstrument nutzte. Kritiker warfen Orbán vor, die Medienfreiheit in Ungarn massiv eingeschränkt zu haben.
Magyar, der Orbán bei den jüngsten Wahlen besiegte, will die Regierungsbildung bis Mitte Mai abschließen. US-Präsident Donald Trump äußerte sich positiv über den neuen ungarischen Führer und nannte ihn „einen guten Mann“.
Quellen: ZEIT Online, Euronews