In Spanien sorgt der Vorwurf eines Mieterverbandes gegen den Franziskanerorden für Aufregung. Der Verband bezeichnet die Mönche als „Miethai“ und wirft ihnen vor, sich auf Kosten ihrer Mieter zu bereichern. Nach Angaben des Verbandes haben die Geschäftspraktiken des Ordens bereits zu „40 Opfern“ geführt, darunter Zwangsräumungen.
Der Mieterverband erhebt diese Vorwürfe inmitten einer Debatte über die steigenden Mietpreise und die soziale Verantwortung von Vermietern in Spanien. Der Orden verteidigt sich jedoch vehement gegen die Anschuldigungen und betont, dass er stets im Einklang mit seinen Grundsätzen der Barmherzigkeit und Nächstenliebe gehandelt habe.
Die Auseinandersetzung hat eine breitere Diskussion über die Rolle von religiösen Organisationen im Wohnungsmarkt angestoßen, die sowohl als soziale Unterstützer als auch als Vermieter agieren. In der Öffentlichkeit wird nun verstärkt über die ethischen Implikationen solcher Geschäfte diskutiert.
Quellen: Spiegel Online, FAZ Online