Während seines Besuchs in Spanien hat Papst Leo XIV. die katholische Kirche des Landes aufgefordert, eine ‚Kultur der Fürsorge‘ zu übernehmen. Dies geschah im Vorfeld eines geplanten Treffens mit Überlebenden von sexuellem Missbrauch durch Kleriker. Der Papst kritisierte die spanische Kirchenhierarchie, die in der Vergangenheit die Dimension des Missbrauchs oft ignoriert oder verharmlost hatte.
Die Forderung nach Entschädigungen für die Opfer ist Teil einer breiteren Strategie, um das Vertrauen in die Kirche wiederherzustellen, die in den letzten Jahren durch zahlreiche Skandale stark beschädigt wurde. In einem Interview auf dem Weg nach Madrid bezeichnete Leo XIV. den Missbrauch als ‚offene Wunde‘ für die Kirche.
Der Papst betonte die Notwendigkeit, die Vergangenheit zu konfrontieren und die Verantwortung zu übernehmen, um den Opfern Gerechtigkeit zuteilwerden zu lassen. Diese Botschaft wird nicht nur in Spanien, sondern weltweit als bedeutend erachtet, da die katholische Kirche sich bemüht, ihre Position zu reformieren und den Opfern Gehör zu verschaffen.
Quellen: France 24, Politico Europe, The Guardian