Polnischer Präsidentenberater kritisiert Trumps Äußerungen über Papst als „Beleidigung für alle Katholiken“

Der polnische Präsidentenberater Karol Nawrocki, ein enger Verbündeter von Donald Trump, hat die jüngsten kontroversen Äußerungen des US-Präsidentschaftskandidaten über Papst Franziskus scharf kritisiert. In einer offiziellen Stellungnahme bezeichnete Nawrocki Trumps Aussagen als „unangemessen und respektlos“ gegenüber dem Oberhaupt der katholischen Kirche.

„Solche Angriffe sind nicht nur eine Beleidigung für den Heiligen Vater, sondern für alle Katholiken weltweit“, erklärte Nawrocki. Besonders empört zeigte er sich über eine von Trump geteilte Grafik, die Jesus Christus in einem politischen Kontext zeigte. „Die Instrumentalisierung religiöser Symbole für politische Zwecke ist inakzeptabel“, so der Berater weiter.

Die Kritik kommt überraschend, da Polens Regierungspartei PiS traditionell gute Beziehungen zu Trump unterhält. Experten werten die Stellungnahme als Zeichen dafür, dass selbst enge Verbündete die Grenzen der politischen Rhetorik wahren wollen. In dem überwiegend katholischen Polen hat der Vatikan nach wie vor großen Einfluss auf die öffentliche Meinung.

Quellen: Notes from Poland