Ratko Mladić: Kriegsverbrecher stirbt und soll mit Staatsbegräbnis in Serbien geehrt werden

Ratko Mladić, der als einer der Hauptverantwortlichen für die Gräueltaten während des Bosnienkrieges gilt, verstarb am 28. August 2026 in einem UN-Gefängnis in Den Haag, wo er eine lebenslange Haftstrafe verbüßte. Er war unter anderem für das Massaker von Srebrenica verantwortlich, bei dem mehr als 8.000 bosniakische Männer und Jungen ermordet wurden.

Sein Tod hat in Serbien und darüber hinaus eine Welle der Kontroversen ausgelöst, insbesondere aufgrund der Ankündigung, dass er mit Staatsbegräbnis und militärischen Ehren beigesetzt werden soll. Dies hat in Bosnien-Herzegowina, wo die Erinnerung an das Massaker lebendig ist, für empörte Reaktionen gesorgt und die bestehenden Spannungen zwischen den ethnischen Gruppen verstärkt.

Politische Führer in Bosnien-Herzegowina haben die Entscheidung, Mladić mit Ehren zu beerdigen, scharf kritisiert und befürchten, dass dies die Wunden des Krieges neu aufreißen und den Frieden in der Region gefährden könnte. Viele Bosnier sehen in der Ehrung von Mladić eine Verhöhnung der Opfer seiner Verbrechen, was die gesellschaftlichen Spannungen weiter anheizen könnte.

Der Umgang mit Mladićs Vermächtnis bleibt ein äußerst sensibles Thema in der Region, und die geplante Beerdigung wird mit Sicherheit auch in den kommenden Tagen und Wochen für Diskussionen sorgen.

Quellen: Spiegel Online, France 24