Robert Fico, der Ministerpräsident der Slowakei, sieht sich mit einem weiteren diplomatischen Rückschlag konfrontiert, da die baltischen Staaten ihm den Überflug ihres Luftraums auf dem Weg zu den Feierlichkeiten zum „Tag des Sieges“ in Moskau verweigern. Diese Entscheidung folgt einem ähnlichen Vorfall im Vorjahr und ist Teil einer breiteren politischen Strategie der baltischen Länder, die Ficos enge Beziehungen zu Russland kritisch betrachten.
Die baltischen Staaten, insbesondere Lettland, Litauen und Estland, haben sich klar gegen die russische Außenpolitik positioniert und zeigen mit ihren Entscheidungen, dass sie Ficos Besuch als politisch sensibel erachten. Die Weigerung, den Luftraum für den slowakischen Regierungschef zu öffnen, könnte auch als Signal an andere EU-Staaten verstanden werden, dass man sich nicht mit der russischen Politik solidarisieren will.
Fico hat auf diese Entwicklungen reagiert, indem er die Entscheidung der baltischen Staaten als unhöflich und politisch motiviert bezeichnet hat. Damit verstärkt sich der innenpolitische Druck auf ihn, eine klare Linie gegenüber Russland zu verfolgen, während er gleichzeitig die Interessen der Slowakei in der EU und NATO im Blick behalten muss.