In einer überraschenden Wende hat der frühere Präsident Rumen Radew die Parlamentswahl in Bulgarien gewonnen und damit eine stabile Mehrheit für sein Mitte-links-Bündnis erzielt. Radew, der für seine pro-russischen Ansichten bekannt ist, konnte fast 45 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, während pro-westliche Kräfte deutlich hinterherhinken.
Sein Sieg wird sowohl von der russischen Regierung als auch von führenden EU-Politikern positiv aufgenommen. Die EU zeigt sich optimistisch hinsichtlich einer zukünftigen Zusammenarbeit mit Radews Regierung, die als Chance gesehen wird, die politischen Spannungen in Bulgarien zu verringern und Reformen voranzutreiben.
Radew hat in seiner ersten Stellungnahme betont, dass er die Korruption im Land bekämpfen wolle und sich für die Belange der ärmeren Bevölkerung einsetzen möchte. Die Wahl ist die achte Parlamentswahl in Bulgarien innerhalb von fünf Jahren und zeigt die instabile politische Landschaft des Landes auf.
Quellen: Spiegel Online, ARD Tagesschau