Sandoz, der letzte bedeutende Hersteller von End-to-End-Antibiotika in Europa, hat in einer aktuellen Mitteilung auf die ernsthaften Bedrohungen hingewiesen, die durch unter dem Marktpreis angebotene Importe von Wirkstoffen aus China für die Antibiotikaproduktion entstehen. Die Produktionsstätte in Kundl, Österreich, ist maßgeblich für die Herstellung von Amoxicillin verantwortlich, einem entscheidenden Antibiotikum.
Das Unternehmen hat betont, dass diese Importe nicht nur die Wirtschaftlichkeit der europäischen Produktion gefährden, sondern auch die Fähigkeit der EU, essentielle Medikamente herzustellen, stark einschränken können. Die Herausforderung liegt darin, dass die europäischen Hersteller nicht mit den niedrigen Preisen konkurrieren können, die durch die Importe aus China möglich sind.
Infolge dieser Entwicklungen hat Sandoz ein Maßnahmenpaket vorbereitet, um die Situation zu bewältigen und die Produktion aufrechtzuerhalten. Die Warnung des Unternehmens wirft Fragen über die zukünftige Versorgungssicherheit im Bereich der Arzneimittelherstellung in Europa auf.
Quellen: EU Reporter