Slowenien hat entschieden, den Eurovision Song Contest, der am kommenden Samstag stattfinden soll, nicht zu übertragen. Diese Entscheidung wurde in Reaktion auf die Teilnahme Israels an dem Wettbewerb getroffen. Der Präsident des slowenischen Rundfunks RTV, der die Entscheidung bekannt gab, erklärte, dass dies „keine Botschaft gegen das jüdische Volk“ sei, sondern vielmehr eine „Botschaft gegen den Staat Netanyahu“.
Zusammen mit Spanien und Irland wird Slowenien seine Programmgestaltung ändern und stattdessen eine Sendung mit dem Titel „Voices of Palestine“ ausstrahlen. Dieses Vorgehen zeigt, wie international die Proteste gegen Israels Politik sind und wie Länder durch kulturelle Veranstaltungen ihre politischen Standpunkte reflektieren möchten.
Die Entscheidung des slowenischen Senders hat bereits für Diskussionen gesorgt, da der Eurovision Song Contest oft als Plattform für kulturellen Austausch und Einheit gesehen wird. Kritiker und Unterstützer der Boykottbewegung haben sich zu Wort gemeldet, um ihre Positionen zu vertreten.
Quellen: Politico Europe, France 24