Ungarn erwägt Schachlegende Judit Polgár als Präsidentin

Ungarn befindet sich in einer ungewöhnlichen verfassungsrechtlichen Übergangsphase, da der bisherige Staatspräsident abgesetzt wurde. Ministerpräsident Péter Magyar hat nun Judit Polgár, die als größte Schachspielerin aller Zeiten gilt, als mögliche Nachfolgerin vorgeschlagen. Der Vorschlag stößt auf breite Zustimmung innerhalb der Regierungspartei Tisza.

Magyar betont, dass Ungarn jemanden benötigt, auf den alle stolz sein können. Er plant, sich am Montag mit Polgár zu treffen, um die Möglichkeiten und Bedingungen für eine mögliche Präsidentschaft zu besprechen. Experten sehen in dieser Nominierung nicht nur eine strategische Entscheidung, sondern auch einen Neuanfang für die ungarische Politik, die in der Vergangenheit stark von Viktor Orbán geprägt war.

Die Diskussion um die Präsidentschaft und die Kriterien, die Magyar für die nächste Staatsoberhauptin aufgestellt hat, zeigt, dass Ungarn in eine neue politische Ära eintreten könnte, in der frische Ideen und Persönlichkeiten eine Rolle spielen könnten. Judit Polgár selbst hat sich bisher nicht öffentlich zu dem Angebot geäußert, jedoch ist ihre Reputation als Schachweltmeisterin unbestritten.

Quellen: ZEIT Online, ARD Tagesschau