Die Bundesanwaltschaft hat bekannt gegeben, dass in Kroatien ein ukrainischer Staatsbürger festgenommen wurde, der im Verdacht steht, an den Bombenanschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines im September 2022 beteiligt gewesen zu sein. Der Mann wurde von kroatischen Beamten auf Grundlage eines internationalen Haftbefehls festgenommen. Die Ermittlungen zu den explosionsartigen Beschädigungen der Pipelines, die Gastransport zwischen Russland und Deutschland ermöglichen, dauern an.
Die Festnahme erfolgt in einem sensiblen politischen Kontext, da die Nord-Stream-Anschläge kurz nach dem Beginn des russischen Übergriffs auf die Ukraine stattfanden. Die Ermittler werfen dem Verdächtigen vor, als Taucher die Sprengsätze an den Pipelines angebracht zu haben. Der Fall hat sowohl in Deutschland als auch international für Aufsehen gesorgt, da die Spannung zwischen Russland und dem Westen weiterhin hoch ist.
Die deutsche Behörden werden nun eine Auslieferung des Verdächtigen anstreben, um die Ermittlungen voranzutreiben und weitere Details zu den Hintergründen der Anschläge zu klären. Die Festnahme könnte auch Auswirkungen auf die diplomatischen Beziehungen zwischen den betroffenen Ländern haben.
Quellen: Welt Online, FAZ Online