Ägypten: Aufruf zur Aufklärung über Verschwundene am Internationalen Tag der Opfer von Zwangsverschwinden

Am 30. August, dem Internationalen Tag der Opfer von Zwangsverschwinden, hat die Familienvereinigung der ägyptischen Inhaftierten (FEDA) die ägyptischen Behörden dazu aufgerufen, Informationen über das Schicksal von Tausenden von verschwundenen Bürgern offenzulegen. Diese Menschen wurden unter geheimen Umständen festgenommen und sind oft seit Jahren in den Händen des Staates, ohne dass ihre Familien wissen, ob sie noch leben oder tot sind.

Die FEDA betont, dass die systematische Anwendung von Zwangsverschwinden in Ägypten eine erschreckende Realität ist, die nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern auch das ihrer Familien zerstört. In ihrem Pressebericht fordert die Gruppe die internationale Gemeinschaft auf, sich stärker für die Rechte der Opfer und deren Familien einzusetzen und Druck auf die ägyptischen Behörden auszuüben, um diese Praktiken zu stoppen.

Diese Situation wird von Menschenrechtsorganisationen weltweit als eine der gravierendsten Verletzungen der Menschenrechte angesehen. Die ägyptische Regierung hingegen hat wiederholt jede Verantwortung für das Verschwinden dieser Bürger zurückgewiesen und bezeichnet die Vorwürfe als politisch motiviert.

Der Aufruf von FEDA kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die internationale Aufmerksamkeit auf die Menschenrechtslage in Ägypten gerichtet ist. Aktivisten fordern, dass die BRICS-Staaten und die Afrikanische Union nicht länger schweigen und ihre Stimme gegen diese Menschenrechtsverletzungen erheben.

Quellen: Middle East Monitor