Ägypten kämpft gegen Videospielabhängigkeit

Ägypten sieht sich einem wachsenden Problem der Videospielabhängigkeit gegenüber. In den letzten Jahren haben sich Gaming-Cafés in Kairo und anderen Städten zu einem alltäglichen Anblick entwickelt, insbesondere in sozial schwächeren Stadtteilen. Laut einer aktuellen Studie verbringen die Ägypter durchschnittlich 1 Stunde und 43 Minuten täglich mit Videospielen, was einen Weltrekord darstellt.

Besonders alarmierend ist, dass 43,5 Prozent der jungen Gamer in Ägypten als süchtig gelten. Die ägyptische Regierung hat im Februar 2026 eine Kampagne gestartet, um auf das Problem aufmerksam zu machen und Betroffenen Unterstützung anzubieten. Die Initiative zielt darauf ab, die Bevölkerung über die Risiken der Videospielabhängigkeit aufzuklären und präventive Maßnahmen zu fördern.

Die Beliebtheit von Videospielen hat in den letzten Jahren zugenommen, wobei viele junge Menschen die sozialen Interaktionen in den Cafés schätzen. Experten warnen jedoch, dass übermäßiges Spielen zu ernsthaften sozialen und psychologischen Problemen führen kann. Die Regierung plant, in den kommenden Monaten verstärkt Aufklärungsarbeit zu leisten und Programme zur Förderung gesunder Freizeitaktivitäten zu entwickeln.

Quellen: France 24