Erdogan beauftragt Gespräche zur Wiedereröffnung des Orthodoxen Seminars in der Türkei

ANKARA – Der türkische Präsident Tayyip Erdogan hat am Sonntag die zuständigen Behörden angewiesen, die Gespräche zur Wiedereröffnung des Orthodoxen Seminars auf der Insel Halki in der Nähe von Istanbul wieder aufzunehmen. Diese Entscheidung folgt auf Gespräche mit dem US-Präsidenten Donald Trump, der für einen NATO-Gipfel im nächsten Monat in Ankara erwartet wird.

Das Halki-Seminar, das 1844 gegründet wurde, wurde 1971 von der türkischen Regierung geschlossen und spielt eine zentrale Rolle in der Ostorthodoxen Kirche. Die Wiedereröffnung des Seminars ist nicht nur für die griechisch-orthodoxe Gemeinschaft von Bedeutung, sondern könnte auch Auswirkungen auf die bilateralen Beziehungen zwischen der Türkei und den Vereinigten Staaten haben. Trump hatte in der Vergangenheit wiederholt auf die Wichtigkeit des Seminars hingewiesen, was den Druck auf Erdogan erhöht, eine Lösung für dieses langanhaltende Problem zu finden.

Die Initiative zur Wiedereröffnung wird von vielen als Zeichen der Toleranz und des interreligiösen Dialogs betrachtet, während Kritiker darauf hinweisen, dass solche Maßnahmen oft politisch motiviert sind und nicht immer zu einer echten Veränderung führen.

Quellen: Al-Monitor