Am 14. August 2013 kam es in Kairo zu einem der blutigsten Ereignisse in der modernen Geschichte Ägyptens, als Sicherheitskräfte unter dem damaligen Militärchef Abdel Fattah el-Sisi mindestens 900 Pro-Demokratie-Protester töteten. Anlässlich des 13. Jahrestages des Rabaa-Massakers kamen Familienangehörige der Opfer zusammen, um Gerechtigkeit und die Freilassung politischer Gefangener zu fordern.
Die Proteste, die damals in Ägypten stattfanden, richteten sich gegen die Absetzung des demokratisch gewählten Präsidenten Mohamed Mursi und forderten die Rückkehr zu demokratischen Prinzipien. Die brutale Vorgehensweise der Sicherheitskräfte hat bis heute tiefe Narben in der ägyptischen Gesellschaft hinterlassen und ist ein sensibles Thema für viele Familien.
Die Angehörigen der Opfer haben in einer Erklärung betont, dass die Freilassung der politischen Gefangenen eine grundlegende Voraussetzung für eine Versöhnung und eine Rückkehr zu einem demokratischen Prozess in Ägypten sei. Sie fordern die internationale Gemeinschaft auf, Druck auf die ägyptische Regierung auszuüben, um die Menschenrechtslage im Land zu verbessern.
Die Gedenkveranstaltung fand in der Nähe des Rabaa-Platzes statt, wo das Massaker vor 13 Jahren geschah. Die anwesenden Familien trugen Bilder ihrer verstorbenen Angehörigen und skandierten Parolen für Freiheit und Gerechtigkeit. Die Trauer und Wut über das, was geschehen ist, bleibt auch mehr als ein Jahrzehnt später stark spürbar.
Quellen: Middle East Eye