In der Hagia Sophia in Istanbul, die seit 2020 wieder als Moschee genutzt wird, kam es zu einem Vorfall, der internationale Aufmerksamkeit erregt. Zwei Touristen wurden festgenommen, nachdem sie laut Berichten aus der Bibel vorgelesen haben sollen. Die türkischen Behörden ermitteln nun wegen ‚Anstiftung zu Hass und Feindseligkeit‘.
Die Hagia Sophia, ein UNESCO-Weltkulturerbe, war bis 1935 eine Kirche und wurde danach in ein Museum umgewandelt, bevor sie 2020 wieder als Moschee eröffnet wurde. Diese Umwandlung hat bereits wiederholt zu Spannungen zwischen verschiedenen Religionsgruppen geführt, und der aktuelle Vorfall verstärkt die Debatte über die Freiheit der Religionsausübung und die Rolle der Hagia Sophia als historisches und kulturelles Symbol.
Die Festnahmen haben auch eine breitere Diskussion über die Meinungsfreiheit in der Türkei angestoßen, da Kritiker befürchten, dass solche Maßnahmen die religiöse Toleranz im Land weiter untergraben könnten. Der Vorfall wirft Fragen auf, wie die türkische Regierung mit religiösen und kulturellen Minderheiten umgeht und welche Auswirkungen dies auf den internationalen Tourismus hat.
Quellen: Spiegel Online, FAZ Online