Französischer Zementkonzern Lafarge wegen Terrorfinanzierung in Syrien verurteilt

Ein französisches Gericht hat den Zementkonzern Lafarge wegen Terrorfinanzierung in Syrien verurteilt. Wie mehrere Medien berichten, soll das Unternehmen während des syrischen Bürgerkriegs Schutzgeld an den sogenannten Islamischen Staat (IS) und andere dschihadistische Gruppen gezahlt haben, um seine Geschäfte in der Region aufrechtzuerhalten.

Das Gericht in Paris verurteilte Lafarge zu einer Geldstrafe in Höhe von über 1,3 Millionen US-Dollar. Zudem wurde der ehemalige CEO des Unternehmens zu sechs Jahren Haft verurteilt. Die Zahlungen sollen zwischen 2011 und 2014 erfolgt sein, als der Konzern noch ein Werk im nordöstlichen Syrien betrieb.

Die Entscheidung gilt als bedeutender Präzedenzfall, da es sich um einen der ersten Fälle handelt, in denen ein multinationales Unternehmen wegen Unterstützung von Terrorgruppen zur Verantwortung gezogen wurde. Menschenrechtsorganisationen begrüßten das Urteil als wichtigen Schritt zur Bekämpfung der Terrorfinanzierung.

Quellen: Al Jazeera English, France 24 – World, FAZ Online