Huthis erobern strategisch wichtigen Hafen Mokka im Jemen

In einer entscheidenden Wendung im jemenitischen Bürgerkrieg haben die Huthi-Rebellen am Donnerstag die Hafenstadt Mokka eingenommen. Diese Stadt, die strategisch am Roten Meer liegt, ist ein wichtiger Knotenpunkt für den Handel und die Schifffahrt in der Region. Militärische Quellen berichten, dass die Huthis dadurch ihre Kontrolle über die Meerenge Bab al-Mandeb weiter ausbauen und die Position der jemenitischen Regierung erheblich schwächen konnten.

Die Eroberung von Mokka könnte nicht nur lokale militärische Dynamiken verändern, sondern auch globale Energieflüsse bedrohen. Der Bab al-Mandeb-Straße ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt, und die Kontrolle durch die vom Iran unterstützten Huthis könnte zu einer weiteren Eskalation der Konflikte in der Region führen.

Die jemenitische Regierung hat bereits Truppen in südliche Gebiete zurückgezogen, um eine neue Kommandozentrale einzurichten und den Verlust von Mokka zu kompensieren. Dies führt zu einer zunehmenden Flucht von Zivilisten, insbesondere Frauen und Kindern, aus der Stadt in sicherere Provinzen.

Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit Besorgnis, da die Machtverschiebung im Jemen weitreichende Folgen für die Stabilität im gesamten Nahen Osten haben könnte. Die Huthis haben in den letzten Jahren ihre militärischen Fähigkeiten erheblich ausgebaut und scheinen entschlossen, die Kontrolle über weitere strategische Punkte zu übernehmen.

Quellen: France 24, ZEIT Online, Spiegel Online, The Guardian