Teheran hat am Montag die Relevanz der 60-Tage-Frist, die im Rahmen eines Memorandums zwischen Iran und den USA am 17. Juni festgelegt wurde, in Frage gestellt. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, erklärte, dass diese Frist nicht mehr gültig sei, nachdem die Vereinigten Staaten das Abkommen in den Wochen nach seiner Unterzeichnung verletzt hätten.
Baghaei betonte, dass es im Memorandum keine Bestimmungen gebe, die eine solche Frist rechtfertigen würden. Diese Ankündigung könnte die Spannungen zwischen den beiden Ländern weiter anheizen, insbesondere in Anbetracht der geopolitischen Lage im Nahen Osten.
Zusätzlich wird berichtet, dass Iran die Zeit der 60-Tage-Frist genutzt hat, um seine militärischen Kapazitäten zu erweitern und sich auf mögliche Konflikte in der Region vorzubereiten. Laut einem Bericht des Wall Street Journal habe Teheran die Produktion von Raketen und Drohnen intensiviert und Berater an seine Stellvertreter in Jemen, Irak und Libanon entsandt, um Pläne für eine Ausweitung der regionalen Konflikte zu entwickeln.
Quellen: Middle East Eye, Times of Israel