Der iranische stellvertretende Außenminister Kazem Gharibabadi hat die Entscheidung des Vorstands der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) zurückgewiesen, die Atomfrage Irans erstmals seit 20 Jahren an den UN-Sicherheitsrat zu verweisen. In einem Beitrag auf sozialen Medien bezeichnete Gharibabadi diese Maßnahme als ungerechtfertigt und als Teil eines größeren geopolitischen Spiels, das von den USA und Israel orchestriert werde.
Er wies darauf hin, dass die Angriffe auf iranische Nuklearanlagen, die unter dem Schutz der IAEA stehen, die Inspektionen massiv gestört hätten. Die iranische Regierung betont, dass sie sich an die internationalen Vereinbarungen halte und die Vorwürfe unbegründet seien. Diese Situation könnte zu einer weiteren Eskalation der Spannungen im ohnehin angespannten Verhältnis zwischen Iran und dem Westen führen.
Die Entscheidung des IAEA-Vorstands wird als schwerwiegender Schlag gegen Irans Bemühungen um die Wahrung seines Atomprogramms angesehen, das nach Ansicht Teherans friedlichen Zwecken dient. Analysten befürchten, dass diese Entwicklungen die diplomatischen Bemühungen zur Beilegung des Atomstreits erheblich behindern könnten.
Quellen: Middle East Monitor, FAZ Online