Die israelische Regierung unter dem Minister für Finanzen Bezalel Smotrich hat am Mittwoch mit dem Abriss von 26 palästinensischen Gebäuden in der Region Jenin im besetzten Westjordanland begonnen. Smotrich, der auch Führer der rechtsgerichteten Partei Religiöses Zionismus ist, verkündete stolz den Beginn der Abrissarbeiten über soziale Medien. Diese Maßnahme wird von vielen als Teil einer breiteren Strategie zur Erweiterung illegaler Siedlungen in dem umstrittenen Gebiet angesehen.
Die Abrisse erfolgen trotz internationaler Kritik und Warnungen vor einer weiteren Eskalation der Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern. Berichten zufolge haben sich in der Region bereits Spannungen aufgebaut, da israelische Sicherheitskräfte sich zurückgezogen haben und etwa ein Dutzend Siedler an dem Ort verbleiben, an dem die Abrisse stattfinden. Menschenrechtsorganisationen und die palästinensische Führung haben die Maßnahmen scharf verurteilt und auf die katastrophalen humanitären Auswirkungen hingewiesen.
Die Abrisse sind Teil eines langfristigen Plans, der darauf abzielt, die Präsenz israelischer Siedler im Westjordanland zu verstärken und die palästinensische Bevölkerung zu verdrängen. Kritiker befürchten, dass diese Politik die Friedensperspektiven in der Region weiter gefährdet.
Quellen: Middle East Monitor, BBC News