Israel etabliert ‚Gelbe Linie‘ im Libanon während des Waffenstillstands

Die israelischen Streitkräfte haben am Samstag bekannt gegeben, dass sie eine ‚Gelbe Linie‘ im Süden Libanons etabliert haben, um ihre Truppen von den Gebieten zu trennen, die von der mit Iran verbündeten Gruppe Hisbollah kontrolliert werden. Dies geschah im Rahmen eines kürzlich vereinbarten zehn-tägigen Waffenstillstands, der am Donnerstag in Kraft trat und dessen Ziel es ist, die anhaltenden Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah zu beenden.

Nach Berichten der israelischen Militärführung wurden während dieser Ruhephase weiterhin Angriffe auf mutmaßliche Terrorzellen in der Nähe der neuen Linien durchgeführt. Militärkommandanten berichteten, dass zivile Gebäude im Süden Libanon während des Waffenstillstands abgerissen wurden, was zu heftiger Kritik von verschiedenen internationalen Akteuren geführt hat.

In diesem Zusammenhang äußerte der spanische Außenminister, dass Israel eine ähnliche militärische Strategie wie im Gazastreifen anwendet. Dies wirft Fragen zur humanitären Situation und den Menschenrechten in der Region auf, insbesondere in Anbetracht der Zerstörungen, die Berichten zufolge in 39 Dörfern seit Inkrafttreten des Waffenstillstands stattgefunden haben.

Quellen: France 24, Middle East Monitor, Times of Israel