Die israelische Armee hat am Montag das palästinensische Dorf Taybeh im besetzten Westjordanland zu einem geschlossenen militärischen Gebiet erklärt. Diese Entscheidung wurde getroffen, um die Bewohner des Dorfes vor einer steigenden Anzahl von Übergriffen durch Siedler zu schützen. Laut Angaben des Militärs dürfen nur Personen, die im Dorf wohnen oder in der näheren Umgebung leben, das Gebiet betreten.
Die Maßnahme kommt in einer Zeit, in der Spannungen zwischen palästinensischen Bewohnern und israelischen Siedlern zunehmen. Die Schließung wird als ein Versuch angesehen, die Sicherheit der Dorfbewohner zu gewährleisten, jedoch kritisieren Menschenrechtsorganisationen, dass solche Maßnahmen oft zu einem verstärkten Druck auf die Zivilbevölkerung führen.