Israels Energieminister Eli Cohen hat kontroverse Aussagen über den Libanon getätigt. In einer öffentlichen Stellungnahme forderte er, nicht nur das südliche Vorstadtgebiet Beiruts, sondern auch Infrastruktur des libanesischen Staates selbst zu bombardieren. Diese Äußerungen kommen zu einem äußerst sensiblen Zeitpunkt, da für Dienstag Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon in Washington geplant sind.
Eskalation der Rhetorik vor Verhandlungen
Cohens Forderung stellt eine deutliche Eskalation der Rhetorik dar. Der Minister begründete seinen Aufruf damit, dass seiner Meinung nach der libanesische Staat für die Aktivitäten der Hisbollah verantwortlich gemacht werden müsse. Experten warnen, dass solche Aussagen die ohnehin schon angespannte Situation weiter verschärfen könnten.
Die geplanten Verhandlungen in Washington sollen sich laut Quellen vor allem mit der Forderung Israels befassen, dass die libanesische Regierung die Hisbollah entwaffnen soll. Viele Beobachter halten dies jedoch für praktisch unmöglich, da dies das Land in einen Bürgerkrieg stürzen könnte – was einige Analysten als strategischen Sieg für Israel werten würden.
Quellen: Middle East Eye, France 24