Israels Premierminister Benjamin Netanyahu, Verteidigungsminister Israel Katz und der Chef des Generalstabs Eyal Zamir haben in einer gemeinsamen Erklärung bekräftigt, dass Israel seine militärische Präsenz im Südlibanon aufrechterhalten wird. Diese Entscheidung fällt zu einem kritischen Zeitpunkt, da am Dienstag die fünfte Gesprächsrunde zwischen den Regierungen von Israel und Libanon in Washington beginnen soll.
Netanyahu wies darauf hin, dass die israelischen Streitkräfte weiterhin gegen die militant islamistische Gruppierung Hezbollah operieren werden. Dies geschieht trotz der laufenden Bemühungen um einen Waffenstillstand und diplomatische Initiativen zur Beruhigung der Lage in der Region.
Die Ankündigung hat in Libanon Besorgnis ausgelöst, insbesondere unter den vertriebenen Familien, die in Beirut leben und deren Rückkehr in ihre Heimat weiterhin ungewiss ist. Mohammed Yassin, ein 60-jähriger Vertriebener, äußerte sich skeptisch über die Aussicht auf einen dauerhaften Frieden und bezeichnete frühere Waffenstillstandsabkommen als gescheitert.
Die geopolitischen Spannungen im Libanon werden auch durch die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA beeinflusst, die als entscheidend für die Stabilität in der Region angesehen werden. Der iranische Verhandlungsführer Mohammad Baqer Ghalibaf hat erklärt, dass die Gespräche in der Schweiz dazu beigetragen haben, den Blutfluss im Libanon zu stoppen.
Quellen: Middle East Eye, Times of Israel