Jordanische Politiker fordern Abzug US-amerikanischer Truppen

Über 130 politische, akademische, kulturelle und Stammesvertreter aus Jordanien haben sich in einer gemeinsamen Erklärung für den Abzug ausländischer Truppen aus dem Königreich ausgesprochen. Die Forderung zielt darauf ab, das militärische Abkommen mit den USA entweder zu kündigen oder stark einzuschränken. Die Unterzeichner warnen, dass die Präsenz dieser Truppen Jordanien erheblichen Sicherheits-, politischen und wirtschaftlichen Bedrohungen aussetzt.

Die Erklärung wurde letzte Woche veröffentlicht und spiegelt die wachsende Besorgnis über die Auswirkungen der ausländischen Militärpräsenz auf die nationale Sicherheit wider. Viele Jordanier sehen die militärische Zusammenarbeit mit den USA als problematisch, insbesondere in Anbetracht der aktuellen geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.

Diese Stimme der Opposition kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt, da Jordanien als strategischer Partner der USA gilt und in den letzten Monaten zunehmend in die Konflikte in der Region verwickelt ist. Die Unterzeichner fordern eine klare Neuausrichtung der jordanischen Außenpolitik, die die Souveränität des Landes respektiert und die Sicherheit der jordanischen Bürger gewährleistet.

Quellen: Middle East Monitor