Der Libanon steht inmitten einer verheerenden Hitzewelle, die weltweit außer Kontrolle geratene Waldbrände verursacht. In diesem Kontext haben libanesische Beamte und Bürger Israel beschuldigt, systematisch Brände im Süden des Landes zu entfachen. In der Ortschaft Shaqra berichtete der 36-jährige Haidar Qoteish, wie er mitansehen musste, wie die Flammen die Felder und Obstgärten in seiner Heimatstadt Hula, nur fünf Kilometer entfernt, verwüsteten.
Die Vorwürfe kommen zu einer Zeit, in der der Libanon bereits mit erheblichen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen konfrontiert ist. Die Zerstörung landwirtschaftlicher Flächen könnte die ohnehin angespannte Ernährungssituation im Land weiter verschärfen. Auf dem internationalen Parkett wird der Vorfall als weiterer Ausdruck der anhaltenden Spannungen zwischen Libanon und Israel gewertet.
Die libanesische Regierung hat sich bisher nicht mit konkreten Maßnahmen zur Bekämpfung der Brände oder zur Unterstützung der betroffenen Landwirte geäußert, und die Sorge über eine mögliche Eskalation der Konflikte in der Region wächst.
Quellen: Al-Monitor