Palästinensischer Präsident Mahmoud Abbas hat am Samstag die Kirchen und christlichen Institutionen in besetztem Ost-Jerusalem aufgefordert, sich gegen die israelischen Bemühungen zu wehren, die sogenannte Arnona-Steuer zu erheben. Diese Kommunalsteuer wird auf Immobilien in der Region erhoben und Abbas warnt, dass dies eine ernsthafte Bedrohung für die christliche Gemeinschaft und deren historische sowie rechtliche Stellung in der Stadt darstellt.
„Die Einführung der Arnona-Steuer ist nicht nur ein finanzieller Druck, sondern ein Schritt, der die christliche Präsenz in Jerusalem gefährden könnte“, erklärte Abbas in einer offiziellen Stellungnahme. Er betonte die Notwendigkeit, die Solidarität unter den verschiedenen religiösen Gemeinschaften zu stärken, um gegen diese Maßnahmen anzugehen.
Der Vorstoß wird als Teil einer breiteren Strategie Israels angesehen, den Einfluss und die Sichtbarkeit der christlichen Gemeinschaft im Heiligen Land zu verringern. Abbas‘ Appell an die Kirchen könnte die internationale Aufmerksamkeit auf die Herausforderungen lenken, mit denen die christlichen Palästinenser konfrontiert sind.
Quellen: Middle East Monitor