Im Jemen haben die Huthi-Rebellen Saudi-Arabien für einen jüngsten Luftangriff auf den Flughafen Sanaa verantwortlich gemacht und Vergeltungsmaßnahmen angedroht. Die jemenitische Regierung hatte erklärt, dass der Angriff auf den Flughafen notwendig war, um eine iranische Maschine daran zu hindern, zu landen. Die Huthis bezeichneten den Angriff als Verletzung des 2022 vereinbarten Waffenstillstands und kündigten an, dass Saudi-Arabien die Konsequenzen für seine Handlungen tragen werde.
Die Spannungen zwischen den Huthis und der von Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Regierung sind seit dem letzten Jahr stetig gestiegen. Der aktuelle Vorfall stellt einen der schwerwiegendsten Rückschläge in den Bemühungen um Frieden im Jemen dar und könnte zu einem erneuten Ausbruch von Kämpfen führen. Die Schließung aller jemenitischen Flughäfen bis auf Weiteres, die von der zivilen Luftfahrtbehörde angeordnet wurde, ist ein weiteres Zeichen für die dramatische Verschlechterung der Sicherheitslage im Land.
Die internationale Gemeinschaft zeigt sich besorgt über die Entwicklungen und appelliert an beide Seiten, eine Eskalation zu vermeiden. Der Jemen hat unter den anhaltenden Konflikten stark gelitten, und eine Verschärfung der Kämpfe könnte die humanitäre Krise weiter verschärfen.
Quellen: ARD Tagesschau, Middle East Eye