Der Chemiewaffen-Überwachungsorgan (Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons, OPCW) hat Syrien am 9. Juli 2026 seine Stimmrechte wieder zuerkannt. Diese Entscheidung wurde als Ergebnis eines „signifikanten Wandels der Umstände“ seit dem Fall des Assad-Regimes interpretiert. Syrien war 2021 die Stimme entzogen worden, nachdem festgestellt wurde, dass die syrischen Streitkräfte wiederholt chemische Waffen eingesetzt hatten.
Die Rückgabe der Stimmrechte wird als Belohnung für die konstruktive Zusammenarbeit Syriens und die Zusage, versteckte Chemiewaffenlager zu vernichten, angesehen. Dies könnte die internationale Position Syriens stärken und zu einer Normalisierung seiner Beziehungen zu anderen Staaten führen.
Die Entscheidung wurde von verschiedenen Mitgliedsstaaten des OPCW als notwendig erachtet, um die Stabilität in der Region zu fördern. Kritiker befürchten jedoch, dass diese Entwicklung die Verantwortung für vergangene Verbrechen im Zusammenhang mit dem Einsatz chemischer Waffen verwischt.
Quellen: Al-Monitor, The Independent