Trotz einer Waffenruhe, die von den USA und Iran vermittelt wurde und am Samstagnachmittag in Kraft treten sollte, meldeten die libanesischen Behörden erhebliche Verluste durch israelische Luftangriffe. Laut der libanesischen Nachrichtenagentur starben mindestens 28 Menschen in den Städten Nabatieh, Tyre und Sidon.
Die Angriffe erfolgten, nachdem die Hisbollah über 50 Raketen auf israelische Stellungen abgefeuert hatte. Israel rechtfertigte die Luftschläge mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit, auf die Angriffe der militanten Gruppe zu reagieren. Dies geschah, obwohl die Waffenruhe, die als Voraussetzung für eine Deeskalation in der Region gedacht war, bereits in Kraft sein sollte.
Internationale Reaktionen auf die fortdauernden Angriffe sind gespalten. Frankreich hat Israel zu einem Ende der Bombardierungen aufgerufen, während die britische Regierung die Äußerungen eines israelischen Ministers, die als provokant eingestuft wurden, scharf verurteilt hat. Die humanitäre Lage im Libanon ist bereits angespannt, und die jüngsten Angriffe verschärfen die Situation weiter.
Quellen: FAZ Online, Middle East Monitor