Türkei kritisiert Israel wegen Armenien-Resolution

Die Spannungen zwischen der Türkei und Israel haben sich erneut verschärft. In einer aktuellen Stellungnahme erklärte das türkische Außenministerium, dass Israel versuche, mit einer Resolution über den Genozid an den Armeniern während der Osmanischen Herrschaft von den schweren Vorwürfen der Kriegsverbrechen im Gazastreifen abzulenken. Die türkische Regierung bezeichnete diesen Schritt als „böswilligen Versuch“, der die rechtlichen und historischen Fakten ignoriere.

Die Resolution, die von Israel initiiert wurde, soll angeblich die Aufmerksamkeit auf die Verbrechen während des Ersten Weltkriegs lenken, während die aktuellen Ereignisse im Gazastreifen, die von vielen internationalen Organisationen als Kriegsverbrechen eingestuft werden, in den Hintergrund gedrängt werden. Diese Vorwürfe seitens der Türkei kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die internationale Gemeinschaft zunehmend besorgt über die humanitäre Lage im Gazastreifen ist.

Der türkische Außenminister äußerte sich besorgt über die wachsende Gewalt und forderte die internationale Gemeinschaft auf, sich für eine sofortige Beendigung der Kämpfe einzusetzen. Die Türkei hat sich traditionell als Unterstützer der Palästinenser positioniert und kritisiert die israelische Militäraktion in Gaza scharf.

Quellen: Middle East Eye