Das US-Finanzministerium hat die Niederlassungen der ägyptischen Banque Misr in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ins Visier genommen. Diese Maßnahme folgt den Erkenntnissen, dass die Bank über eine Milliarde Dollar für iranische Schattenbanknetzwerke abgewickelt hat. Die US-Behörden zielen darauf ab, die wirtschaftlichen Aktivitäten des Iran zu stören, indem sie die Verbindungen dieser Bank zur US-Finanzwelt einschränken.
Die Banque Misr ist die zweitgrößte Bank Ägyptens und spielt eine bedeutende Rolle in den Finanztransaktionen des Landes. Die neuen Einschränkungen könnten die operativen Möglichkeiten der Bank in den VAE erheblich beeinträchtigen und somit auch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ägypten und den Emiraten belasten. Die VAE haben sich in der Vergangenheit als wichtiger Finanzhub für viele Unternehmen und Banken im Nahen Osten etabliert.
Diese Entwicklungen sind Teil einer breiteren Strategie der USA, um den Iran wirtschaftlich unter Druck zu setzen, insbesondere im Hinblick auf dessen Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Atomprogramm. Die Maßnahmen des US-Finanzministeriums könnten auch Auswirkungen auf andere Banken und Finanzinstitutionen in der Region haben, die in irgendeiner Weise mit iranischen Geschäften verbunden sind.
Quellen: Al-Monitor, Middle East Eye