Die Sicherheitslage in der Westbank wird immer angespannter. Insbesondere das Dorf Qusra, südlich von Nablus, steht im Fokus. Zwei palästinensische Familien berichten, dass sie seit Sonntag in ihren Häusern eingeschlossen sind, ohne Zugang zu Wasser und Strom. Diese Situation ist das Ergebnis von anhaltenden gewalttätigen Übergriffen israelischer Siedler.
Israels Sicherheitskräfte sehen sich der Kritik ausgesetzt, nicht ausreichend gegen die Angriffe vorzugehen. Ein hochrangiger Sicherheitsbeamter hat die Lage als „Pulverfass“ beschrieben, das jederzeit explodieren könnte. Laut Berichten des US-amerikanischen Nachrichtensenders Kan zeigt die US-Regierung Besorgnis über das Versagen der israelischen Sicherheitsbehörden, die Gewalt gegen Palästinenser zu unterbinden.
Die Menschenrechtsorganisation B’Tselem warnte zudem vor einer beschleunigten Politik der „ethnischen Säuberung“ in der Westbank. Extremistische Siedler versuchen demnach, palästinensische Familien gewaltsam aus ihren Häusern zu vertreiben und deren Eigentum zu übernehmen. Die aktuelle Situation in Qusra ist demnach Teil eines größeren Musters von Gewalt und Vertreibung in dieser Region.
Quellen: Middle East Monitor, BBC News