CBC hebt umstrittene Richtlinie zu 9/11-Terroranschlägen auf

Die Canadian Broadcasting Corporation (CBC) hat nach scharfer Kritik von politischen Führern ihre Richtlinie zurückgenommen, die es Journalisten empfahl, den 11. September 2001 nicht als terroristischen Anschlag zu bezeichnen. Diese Entscheidung wurde in einem internen Memo bekannt, das ursprünglich von der Toronto Sun veröffentlicht wurde und in dem die Anweisung als ’sensibel‘ beschrieben wurde.

Die Richtlinie hatte in der Öffentlichkeit und unter Journalisten für Empörung gesorgt. Kritiker argumentierten, dass die Formulierung der CBC die Realität des Ereignisses verharmlosen und die Bedeutung der Terroranschläge von Al-Qaida untergraben könnte. Die Rücknahme der Richtlinie zeigt, wie wichtig es ist, dass Medien verantwortungsvoll und genau über historische Ereignisse berichten, insbesondere über solche, die tiefgreifende Auswirkungen auf die Gesellschaft gehabt haben.

Die CBC hat sich nun verpflichtet, ihre Berichterstattung zu überarbeiten und sicherzustellen, dass die journalistischen Standards in Übereinstimmung mit dem historischen Kontext stehen. Diese Entscheidung könnte auch Auswirkungen auf andere Medienhäuser in Kanada haben, die ähnliche Richtlinien über die Berichterstattung zu sensiblen Themen überprüfen müssen.

Quellen: The Hill