Ein honduranisches Gericht hat am Dienstag die Anklagen gegen den ehemaligen Präsidenten Juan Orlando Hernández wegen Geldwäsche und Betrug eingestellt. Diese Entscheidung markiert einen bedeutenden Wendepunkt für Hernández, der zuvor in den USA zu 45 Jahren Haft verurteilt worden war. Im Dezember 2025 erhielt er eine Begnadigung von Donald Trump, was zu seiner Freilassung führte.
Die Gerichtsentscheidung wurde mit dem Verweis auf die Begnadigung begründet, die Hernández von den US-Behörden erhalten hatte. Laut Berichten waren die Anklagen Teil eines größeren Korruptionsskandals, der die honduranische Regierung während seiner Amtszeit belastete. Trotz der schweren Vorwürfe konnte sich Hernández nun von den rechtlichen Konsequenzen befreien.
Die politische Landschaft in Honduras bleibt angespannt, da viele Bürger und Kritiker die Entscheidung als ein Zeichen für die anhaltende Korruption und Ungerechtigkeit im Land betrachten. Die Begnadigung und die anschließende Einstellung des Verfahrens werfen Fragen zur Rechtsstaatlichkeit und zur Unabhängigkeit der Justiz in Honduras auf.
Quellen: Al Jazeera English, New York Times