In Jamaika beginnt nächste Woche ein entscheidender Gerichtsprozess, in dem Aktivisten gegen die Privatisierung von Stränden und den eingeschränkten Zugang für die Bevölkerung kämpfen. Die Kampagne, die sich gegen koloniale Gesetze richtet, fordert „freie, legale, ungehinderte und dauerhafte Rechte“ für die Nutzung der Strände.
Die Aktivisten argumentieren, dass das aktuelle Geschäftsmodell des Tourismus in Jamaika, das sie als „Plantation Tourism“ bezeichnen, vor allem den Reichen zugutekommt und die Mehrheit der Jamaikaner benachteiligt. Devon Taylor, ein Anwohner von Mammee Bay, erinnert sich an die Zeiten, als die Strände lebendig waren, mit Kindern, die spielten, und Fischern, die ihren Fang verkauften.
Die Kläger betonen, dass die Strände nicht nur ein Ort der Erholung sind, sondern auch eine essentielle Lebensquelle für viele Jamaikaner darstellen. Die Auseinandersetzung um den Zugang zu diesen wichtigen Ressourcen spiegelt größere soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten im Land wider.
Quellen: The Guardian – World