In den abgelegenen Bergregionen der Sierra del Merendón in Honduras ist erstmals seit zehn Jahren wieder ein Jaguar gesichtet worden. Wie CNN unter Berufung auf exklusive Aufnahmen berichtet, handelt es sich um ein männliches Exemplar, das von lokalen Naturschützern als „Jaguar de las nubes“ (Wolkenjaguar) bezeichnet wird.
Die Sichtung erfolgte durch automatische Kamerafallen, die in dem schwer zugänglichen Gebiet installiert waren. Experten werten den Fund als wichtigen Hinweis darauf, dass die Schutzbemühungen für die bedrohte Art erste Erfolge zeigen könnten. Jaguare gelten in Honduras als extrem selten, ihr Bestand wird auf weniger als 200 Tiere geschätzt.
Die Sierra del Merendón bildet einen wichtigen biologischen Korridor zwischen Honduras und Guatemala. Naturschützer hoffen nun, dass die Entdeckung zu verstärkten Schutzmaßnahmen für das gesamte Ökosystem führen wird. Der Jaguar ist in Mittelamerika nicht nur ein Symbol für Artenvielfalt, sondern auch ein wichtiger Indikator für den Gesundheitszustand des Regenwaldes.
Quellen: LocalNews8 (ABC Idaho)