Spanische Hotelkette Meliá stellt Betrieb in Kuba ein

Die Meliá-Gruppe, eine der größten Hotelketten Spaniens, hat beschlossen, alle ihre Betriebe in Kuba zum Ende dieser Woche einzustellen. Laut Unternehmensvertretern sind die anhaltenden Schwierigkeiten, die sich aus den strengen US-Sanktionen ergeben, der Hauptgrund für diese Entscheidung. Die Sanktionen, die unter der Trump-Administration verschärft wurden, haben die Geschäftstätigkeit in Kuba stark beeinträchtigt und machen es „de facto und de jure unmöglich“, auch nur eine minimale betriebliche Stabilität zu gewährleisten.

Die Schließung der Meliá-Hotels kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Kuba mit schweren wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert ist, darunter Lebensmittelknappheit und Stromausfälle. Die Meliá-Gruppe hatte in den letzten Jahren versucht, den Betrieb unter diesen schwierigen Bedingungen aufrechtzuerhalten, sieht jedoch keine andere Möglichkeit mehr, als sich zurückzuziehen.

Die Schließung wird voraussichtlich nicht nur die touristische Infrastruktur der Insel weiter schwächen, sondern auch zahlreiche Arbeitsplätze gefährden, da viele kubanische Arbeitnehmer in diesen Hotels beschäftigt sind. Die Entscheidung könnte weitreichende Auswirkungen auf den kubanischen Tourismussektor haben, der nach den schwierigen Jahren der Pandemie und der aktuellen Wirtschaftskrise dringend auf Erholung angewiesen ist.

Quellen: The Guardian, LocalNews8